Wohnen und Pflege im Kanada-Park in Zweibrücken

Das DiakonieZentrum Pirmasens plant die Errichtung einer bedarfsgerechten Wohnwelt für ältere Menschen in der ehemaligen Canada-Siedlung in Zweibrücken. Nach dem Quartiersansatz werden dort mehrere Komplexe für unterschiedliche Betreuungs- und Pflegebedarfe errichtet. Im Mittelpunkt steht die stationäre Altenpflegeeinrichtung Haus Kana als Anlaufstation und Heimat für 78 Senioren in der vollstationären- und der Kurzzeitpflege sowie für 12 demenziell Erkrankte in der Tagespflege. Daneben bietet das als eigenständiges Gebäude eingebettete Wohnen-Plus die Möglichkeit auf eine intensive, ambulante, pflegerische Versorgung in den eigenen vier Wänden. Neben den 20 barrierefreien Wohneinheiten gibt es ein Wohncafé als Begegnungsstätte mit einer direkten Verbindung zu Haus Kana. Zudem entstehen in dem Quartier zwei modern ausgestattete Häuser für Service-Wohnen mit 22 Wohnungen; hier wird das Ziel verfolgt, den Bewohnern ihre Eigenständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Der quartiersbezogene Wohn¬ansatz des Gesamt¬projekts ist auf gegenseitige Hilfeleistungen und ein offenes, kommunikatives Mit- und Füreinander im täglichen Leben ausgerichtet und wird durch optionale professionelle Serviceangebote vor Ort ergänzt. Jeder Bewohner soll stets selbst¬bestimmt entscheiden können, welche Unterstützungs- und Betreu¬ungsangebote er nutzen möchte. In einem weiteren Bauabschnitt bieten die umliegenden Flächen die Möglichkeit – je nach Bedarf – weitere 40 bis 50 Wohneinheiten zu errichten.

Das DiakonieZentrum führt das Großprojekt gemeinsam mit der GeWoBau Zweibrücken GmbH, der Herzog-Wolfgang Stiftung und einem weiteren institutionellen Investor durch. Für die gestalterische Planung wurden die Architekten Stein Hemmes Wirtz aus Kasel bei Trier und für die technische Ausführung das Büro Grub aus Zweibrücken beauftragt. Auf die laufenden Abrissarbeiten folgt im September 2019 der Spatenstich für Haus Kana. Die Eröffnung ist für Spätherbst 2020 geplant. Der Baustart der weiteren bisher geplanten Quartiersgebäude erfolgt Ende 2019/Anfang 2020.

Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen rund 18. Millionen Euro. Das DiakonieZentrum ist dankbar für die Zusammensetzung der Projektpartner, da man mit der GeWoBau, und der Herzog-Wolfgang Stiftung Partner gewinnen konnte, die neben den wirtschaftlichen Aspekten vor allem auch die inhaltlichen Ziele voll unterstützen.
Das DiakonieZentrum befasst sich schon seit über zehn Jahren mit dem Thema Quartiersarbeit und der Entwicklung von neuen Wohnformen für Senioren. Mit PS!patio entwickelte man mit der Stadt Pirmasens, der Bauhilfe GmbH erfolgreich das generationsübergreifende Wohnprojekt. Die räumliche Nähe zum DiakonieZentrum und zu dessen Service-Infrastruktur ermöglicht ein eigenständiges Wohnen ohne den Verzicht auf Betreuungsleistungen.

(Neuer) Altersgerechter Wohnraum in Zahlen

Haus Kana ist für Menschen aller Pflegestufen konzipiert. Es bietet mit 50 Einzelzimmern und 14 Doppelzimmern einen angenehmen Lebensraum für 78 Menschen in der vollstationären und der Kurzzeitpflege sowie für 12 demenziell Erkrankte in der Tagespflege. Das Wohnen-Plus-Angebot umfasst insgesamt circa 20 Wohnungen, die je ein bis drei Zimmer enthalten; die Gesamtwohnfläche beträgt rund 1.200 Quadratmeter. Für das Service-Wohnen entstehen auf dem Gelände der ehemaligen Zweibrücker Canada-Siedlung zwei Gebäude mit 22 barrierefreien Wohneinheiten. Dabei befinden sich jeweils im Erdgeschoss sowie dem ersten und zweiten Obergeschoss drei Wohneinheiten, im Dachgeschoss außerdem je zwei Penthouse-Wohnungen mit großzügiger Dachterrasse.